Hallenbad

Das Hallenbad. Ein Ort des Vergnügens und der Disziplin. Lärm, leichte Kälte und zu wenig frische Luft. Ein Raum, dessen nüchterne Ästhetik fast bedrohlich wirkt. Körper werden in Form gebracht, Ziele sollen erreicht werden. Wenn ich diese absurde Szenerie fotografisch erforsche, konzentriere ich mich auf die Körper und ihre schutzlose Nacktheit, ihr Ausgeliefertsein an die Kamera. Der Körper ist, was er ist – nichts bleibt verborgen.


Nacktheit läßt Projektionen zu. Die Selbstdefinition durch Kleidung entfällt, das Individuum  reduziert sich auf den Körper. Diese Reduktion im Zusammenspiel mit der Kälte des Raumes soll einen möglichst neutralen Blick generieren. Die Einteilung in «Kinder», «Synchronschwimmer», «Wasserspringer» und «Nudisten» soll den Portraitierten einen Raum geben, der sie verbindet, vergleichbar werden läßt, aber auch ihre Einzigartigkeit zum Vorschein bringt.